Hochzeitsnacht im Whirlpool

Die Hochzeitsnacht sollte ja eigentlich ein ganz besonderes Erlebnis werden. Zumindest dachten das meine Frau und ich, als wir uns auf die Feierlichkeiten vorbereiteten. Am großen Tag war um 11 die Trauung auf dem Standesamt. Danach Mittagessen, um 14 uhr schon die kirchliche Trauung. Eigentlich viel zu hektisch alles, aber dann sollte der Tag ja unbeschreiblich schön werden. Endlich war es soweit. Wir verließen den Ball, um uns kurz umzuziehen. Die Koffer waren schon gepackt, das Brautauto voller Dosen und dem obligatorischen Just Married Schild. Es ging in ein luxuriöses Chalet in der Schweiz, wo wir die ersten Tage der Ehe voll auskosten wollten. Nach Stunden kamen wir an, es war schon heller Morgen. Die Einrichtung war atemberaubend. Ein Wasserbett vom Feinsten, ein toller Whirlpool und vieles mehr. Obwohl wir total übermüdet waren, blitzten die Augen meiner Frau auf, als sie den Whirlpool entdeckte. Sie schmiegte sich an mich und fragte mich verführerisch, ob wir denn nicht nach dem Koffer Auspacken noch ein Bad nehmen wollten.

Wir aßen eine Kleinigkeit, packten die Koffer aus. Ich war todmüde von der Fahrt. Dennoch wollte ich uns den Spaß nicht verderben. Warum nicht eine Hochzeitsnacht im Hellen und im Whirlpool? Der Gedanke daran ließ mich einigermaßen munter werden. Meine Frau ließ das Wasser ein. In der Zwischenzeit nahm ich einige Weintrauben aus dem Obstkorb, den die Vermieterin bereitgestellt hatte und machte mich auf Richtung Bad. Was ich dort erblickte, war süß, lustig und ein Foto wert. Meine Frau lag im Whirlpool. Sie hatte sich auf der Liege ausgestreckt und wollte wohl auf mich warten. Wollte… sie war längst eingeschlafen.

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